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Punkt-Massage: Druckmassage auf die Marmapunkte

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Punkt-Massage: Druckmassage auf die Marmapunkte

Punkt-Massage: Druckmassage auf die Marmapunkte

Die Punkt-Massage ist vergleichbar mit der Akupressur, stammt demnach ebenso aus der Traditionellen Medizin. Bearbeitet werden dabei bestimmte Punkte entlang der Meridiane. Diese sind die Linien, in denen der Annahme nach die Lebensenergie fließt und die frei sein müssen. Wenn ein Meridian an einer Stelle blockiert ist, kann die Energie nicht mehr richtig fließen, es kommt zu einem gestörten Wohlbefinden. Der Annahme nach bleibt es nicht einmal bei diesem gestörten Wohlbefinden, sondern es können sich sogar ernsthafte Krankheiten daraus entwickeln. Es wird davon ausgegangen, dass die einzelnen Punkte, die auch bei der Punkt-Massage bearbeitet werden, einen direkten Einfluss auf ein Organ oder einen Körperteil haben können. Das heißt, wenn ein Körperteil schmerzt oder es Probleme mit einem Gelenk gibt, kann der Druck auf einen bestimmten Punkt Linderung verschaffen. In dem Sinne verfolgt die Punkt-Massage das Ziel der ganzheitlichen Behandlung, denn nur, wenn der ganze Körper und die Seele im Einklang sind, können sie gesund sein oder werden.

Die Marmapunkte

Bei der Punkt-Massage werden die so genannten Marmapunkte behandelt. Das sind Vitalpunkte, die sich über den ganzen Körper verteilt finden. Sie gibt es auch im Gesicht, etwa auf der Stirn, zwischen den Augen, neben der Nase oder am Mund, sowie auf den Händen. Gerade diese Marmapunkte sind es, die häufig die Blockaden verursachen beziehungsweise an denen die Blockaden entstehen. Es gilt also, die Marmapunkte bei der Punkt-Massage gezielt zu massieren, damit die Energie wieder in Fluss gebracht wird und sogar noch gesteigert werden kann.

Durch Druck auf die Marmapunkte wird Stress reduziert. Das wirkt sich so aus, dass der behandelte Mensch eine tiefe Ruhe spürt, sich entspannt und von den Alltagssorgen ablassen kann. Sogar noch einige Zeit nach der Behandlung wirkt diese nach. So berichten viele Patienten davon, dass sie ruhiger schlafen können, dass sie tiefer ruhen und die Probleme des Alltags etwas gelassener sehen.

Allerdings ist es nötig, die Behandlung mehrfach durchzuführen. Zwar wird der Therapeut schon bei der ersten Anwendung eine tiefe Entspannung bei seinem Patienten bewirken können, allerdings macht es erst die Regelmäßigkeit der Anwendungen, dass die Wirkung anhält und bei Bedarf in bestimmten Situationen regelrecht bewusst hervorgerufen werden kann.

Wie wirkt die Punkt-Massage?

Das Prinzip der Punkt-Massage kennt jeder: Wer Kopfschmerzen oder Beschwerden an einer anderen Körperstelle hat, wird unbewusst versuchen, diese wegzudrücken. Wenn der Schmerz im Kopf sitzt, geht der Griff häufig in Richtung Schläfe oder an die Stirn. Und tatsächlich, ein gezielter Druck bringt häufig Linderung. Genau dieses Prinzip macht sich die ayurvedische Punkt-Massage zu Nutze. Wer mit Schmerzen zum Therapeuten kommt, wird gezielt behandelt, in dem die Schmerzpunkte, die sich an den Füßen, am Rücken oder am Kopf befinden, gedrückt werden. Im Gegensatz zur normalen Massage gibt es bei der Punkt-Massage nämlich kein Streichen oder Ziehen, sondern es geschieht alles über den Druck. Meist berichten die Patienten allerdings erst einmal über eine Steigerung des Schmerzes. Dies ist zwar so nicht gewollt, allerdings nicht zu verhindern. Und es ist sogar so, dass die Behandelten dies nicht einmal als unangenehm empfinden, weil nach der Steigerung des Schmerzes eine Besserung der Beschwerden spürbar wird. Die Stellen werden gedrückt, beklopft oder auch massiert, wobei festgestellt werden kann, dass die Marmapunkte fast identisch mit den Akupunkturpunkten sind.

Wann darf die Punkt-Massage nicht angewendet werden?

Die Punkt-Massage kann bei allen Schmerzzuständen angewendet werden. Allerdings gibt es so genannte Kontraindikationen, also Fälle, in denen die Anwendung der Massagetechnik unterbleiben sollte. Wenn sich Veränderungen des Hautbildes an der Stelle zeigen, die behandelt wird, sollte die Behandlung abgebrochen werden. Auch bei einem allgemeinen Erschöpfungszustand, bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und bei Herzrhythmusstörungen sollte die Punkt-Massage nicht angewendet werden. Wer unter niedrigem Blutdruck leidet, sollte ebenfalls auf die Anwendung verzichten. Grund dafür ist der, dass sich der Blutdruck durch die Behandlung noch weiter senkt, sämtliche Körperfunktionen werden praktisch „heruntergefahren“. Generell sollte die Punkt-Massage nicht von Laien angewendet werden. Im besten Fall ist die Massage dann einfach nur wirkungslos, im schlechtesten Fall verschlimmert sie eventuelle Beschwerden nur. Der Therapeut, der die Massage anbietet, sollte also auf dem Gebiet der Akupressur bewandert sein.

Sonstiges

Die Punkt-Massage wird nicht nur auf den ganzen Körper angewendet, sondern sie kann auch nur teilweise durchgeführt werden. Das heißt, sie wird dann nur am Kopf, im Gesicht, an den Händen oder Füßen angewendet. Das hat den Vorteil, dass auch Geschäftsleute während ihrer Mittagspause eine solche Behandlung wahrnehmen können. Teilweise ist es auch für die Besserung von Beschwerden schon völlig ausreichend, wenn die Marmapunkte des Gesichts behandelt werden. Dafür stellt der Therapeut aber eine eingehende Diagnose, damit der genaue Punkt, der massiert werden muss, lokalisiert werden kann.

Oft wird die Punkt-Massage in Kombination mit einer Aroma-Therapie angewendet. Der Therapeut erstellt dafür noch vor der ersten Massage ein so genanntes Duftprofil, das individuell auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten ist. Vor den einzelnen Behandlungen wird dann ein Massageöl untergemischt, das ebenfalls die Beschwerden und die Persönlichkeit des Patienten berücksichtigt. Das Öl soll die Wirkung der Massage intensivieren und so zu einer besseren Entspannung beitragen.

Die Kosten für die Punkt-Massage belaufen sich für eine Sitzung auf rund 70 Euro, wobei damit die Ganzkörperbehandlung gemeint ist. Die Teilbehandlungen sind natürlich günstiger, auch sind sie zeitlich gesehen um einiges kürzer. Eine Behandlung für den gesamten Körper dauert mindestens eine Stunde. Wird dazu noch ein Duftprofil erstellt, kostet das Ganze etwas mehr, dann muss mit rund 40 Euro an zusätzlichen Kosten gerechnet werden.

Inzwischen ist das Netz an Therapeuten, die die Punkt-Massage anbieten, recht dicht geworden. So ist es in Deutschland, Österreich und der Schweiz kein Problem mehr, einen Therapeuten zu finden. Wichtig ist aber, auf dessen Qualifikation zum Therapeuten zu achten. Angeboten werden die Massagen in speziellen Ayurveda-Behandlungszentren, in Spas oder in den Wellnessbereichen von verschiedenen Hotels. Auch, wer in den Urlaub fährt und dort endlich einmal Zeit hat, die eine oder andere Behandlung auszuprobieren, wird sicherlich für die Punkt-Massage Gelegenheit haben. Darauf zu achten ist, dass die Massage niemals wirklich weh tut. Eine Verschlimmerung der Beschwerden ist erst einmal normal, allerdings sind dies keine Schmerzen. Solche deuten immer auf eine unsachgemäße Behandlung hin, die im Zweifelsfalle lieber früher als später abgebrochen werden sollte – im Interesse der eigenen Gesundheit.

 

Foto © Yvonne Prancl - Fotolia.com

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