Ratgeber Massagen Bücher zu diesem Thema kaufen


Sportmassage - Anleitung, Griffe und Technik

Detail-Informationen zur Sportmassage

Ratgeber Massagen


Beauty-News


Massagen der Welt


Massage-Techniken


Wirkungsweisen von Massagen

Sportmassage - Anleitung, Griffe und Technik

Sportmassage - Anleitung, Griffe und Technik

Die Sportmassage wird, wie der Name schon vermuten lässt, im Bereich des Sports eingesetzt. Hier hat der Therapeut es also mit gesunden Sportlern zu tun, zumindest ist das überwiegend der Fall. In Sportvereinen, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen, ist meist ein eigener Masseur dabei, der die Spieler oder Sportler während der Pausen mit einer Massage wieder aufbaut und dem es auch obliegt, nach dem Training oder Wettkampf die sportliche Leistungsfähigkeit möglichst rasch wiederherzustellen.
Die Sportmassage hat das Ziel, die Effektivität des Trainings zu erhöhen und spielt somit in Training und Wettbewerb eine besondere Rolle. Sie wird auch eingesetzt, damit im Anschluss an das körperliche Training die Leistungsfähigkeit möglichst rasch wieder hergestellt wird. Zugleich soll die Sportmassage das allgemeine Wohlbefinden des Sportlers erhöhen und das Bewusstsein vermitteln, dass direkt etwas zur Steigerung der Leistungsfähigkeit getan wird.


Welche Kategorien müssen bei der Sportmassage unterschieden werden?

1. Trainingsmassage

Hierbei wird die Massage sanft begonnen und kann dann rasch gesteigert werden, was sich in intensiveren Griffen zeigt. Kneten und Walken werden kräftiger.

2. Vorbereitungsmassage

Diese muss locker und leicht, aber wärmend durchgeführt sein. Dabei wird der Körper aber nicht aktiv erwärmt, denn das soll durch das Laufen oder Stretchen geschehen.

3. Zwischenmassage

Sie wird in den Pausen zwischen den Einsätzen durchgeführt, ist leicht, lockernd und kurz.

4. Erholungsmassage

Die Erholungsmassage erfolgt nach dem Spiel, Wettkampf oder Training. Damit soll erreicht werden, dass sich Stoffwechselschlacken nicht im Gewebe festsetzen und rasch wieder ausgeschieden werden. Die Massagetechniken sind tiefenwirksam und rückflussfördernd. Ein heißes Bad kann die Erholungsmassage sehr gut einleiten. Die Erholungsmassage kann auch am ganzen Körper stattfinden, sie dauert länger (bis zu einer Stunde) und soll die rasche Erholung des Sportlers unterstützen. Die übrigen Massagen werden in der Regel nur als Teilmassagen angeboten.


Wie wirkt die Sportmassage?

Die Sportmassage soll das Kreislaufsystem aktivieren. Das heißt, die Sauerstoffzufuhr zum Körper und im Gewebe wird erhöht, schädliche Stoffe, wie zum Beispiel Schlacken, werden besser abgeleitet und ausgeschieden. Damit lagern sie sich nicht so stark in den Muskeln an, was wiederum zu einer weniger schnellen Ermüdung führt. Das geistige und körperliche Wohlbefinden wird mit der Sportmassage gesteigert und es wird eine so genannte Arbeitsimpulsverstärkung erreicht. Diese besagt, dass das zentrale Nervensystem aktiviert wird und so die Muskelkontraktionen nicht vorzeitig verlangsamt werden.

Mit Hilfe der Sportmassage soll der Sportler sich entspannen und möglichst rasch wieder zu seiner besten Leistungsfähigkeit zurückfinden.


Was sollte an Vorbereitungsmaßnahmen für die Sportmassage getroffen werden?

Ein Bad oder eine Dusche kann helfen, den Körper aufzuwärmen und so empfänglich für die Massage zu machen. Die Raumtemperatur für die Sportmassage sollte zwischen 21 und 25 °C liegen, die Atmosphäre sollte ruhig sein. Damit die Körperteile, die gerade nicht behandelt werden, vor dem Auskühlen geschützt sind, sollte eine Decke übergelegt werden. Sauberkeit ist wichtig, nicht nur, dass der Patient sauber zur Behandlung kommen sollte, sondern auch der Therapeut sollte auf Sauberkeit achten.


Was gibt es bei der Sportmassage zu beachten?

Es wird für die Massage wenig Öl verwendet. Das Öl wird vor der Massage mit sanftem Druck in Richtung des Herzens gerieben. Die Richtung der Sportmassage geht grundsätzlich in Herzrichtung. Der Grund dafür ist, dass damit der allgemeine Blutkreislauf angeregt werden soll und so Stauungen verhindert werden können. Wenn der Patient eine harte Muskulatur aufweist, so darf diese ruhig kräftig massiert werden. Die Massage darf aber nicht schmerzhaft werden. Weiche Muskeln, die eher überanstrengt sind, müssen vorsichtig behandelt werden. Der Masseur soll aufrecht stehen und entspannt sein, der Körper soll die Griffe der Massage rhythmisch unterstützen. Die Hände sollten zwar unabhängig voneinander, aber dennoch gleichmäßig arbeiten.


Wann darf die Sportmassage nicht angewendet werden?

Sind frische Verletzungen vorhanden, so darf die Sportmassage nicht angewendet werden. Auch bei Erkrankungen, die mit Fieber einher gehen oder bei entzündlichen Veränderungen darf die Massage nicht durchgeführt werden. Eine Kontraindikation ist zudem das Vorhandensein von Krampfadern oder eine bestehende Thrombosegefahr. Krampfadern, die so genannten Varizen, dürfen nur dann massiert werden, wenn der Arzt sein Okay dafür gegeben hat, wenn sie weich sind und auch keine Entzündungen vorliegen. Bestehen allgemeine Erkrankungen, wie zum Beispiel ein Bluthochdruck, sollte die Sportmassage erst nach Rücksprache mit dem Arzt durchgeführt werden.


Wie ist die Sportmassage aufgebaut?

Es gibt keine starren Regeln, wie die Sportmassage aufgebaut sein muss oder soll. Wichtig ist, dass die Griffe immer flüssig sind, also auch, wenn ein Griff wechselt. Die Griffe sollen nicht einzeln und abgehackt wirken, sondern fließend ineinander übergehen und so zu einer Einheit verschmelzen. Der Patient soll also nicht spüren können, dass der Griff nun wechselt, sondern es soll den Anschein haben, als wäre alles im Fluss und alles eines. Die einzelnen Griffe, welche in den Vordergrund treten sollen, werden nach dem Befund und dem Zustand des Patienten ausgewählt. Beobachtet werden müssen dabei ganz genau die Reaktionen des Patienten, denn sei Körper teilt sehr genau mit, ob die Sportmassage angenehm ist oder nicht. Teilweise werden einige Griffe stetig wiederholt, während andere komplett weggelassen werden.

Bei einer Sportmassage gibt es übrigens kaum eine Ganzmassage, sie kommt nur höchst selten vor. Am ehesten ist eine solche Massage des ganzen Körpers noch im Bereich der Erholungsmassage zu finden. Wesentlich sinnvoller ist die gezielte Behandlung der beanspruchten Körperteile, so zum Beispiel beider Beine. Bei der Ganzkörpermassage könnte auch aufgrund der Kürze der Zeit nicht auf alle Feinheiten geachtet werden, es müssten viele Griffe gänzlich weggelassen werden. Wird hingegen eine Teilmassage verabreicht, so ist diese weitaus sinnvoller. Sie dauert zwischen zehn und fünfzehn Minuten und die einzelnen Griffe, die hier eingesetzt werden, können variiert und beliebig wiederholt werden. Wichtig ist dabei nur, wie sich der Patient fühlt und ob er die Griffe als angenehm empfindet. Auch eine feste Reihenfolge der Griffe muss dabei nicht eingehalten werden, die Anwendung der Griffe erlaubt verschiedene Varianten der Ausführung.

 

Foto © WavebreakMediaMicro - Fotolia.com

Impressum Ratgeber Massagen | Datenschutz | Partner