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Wirkungsweisen von Massagen

Massagen haben nicht einen, sondern gleich eine ganze Reihe an Effekten auf den menschlichen Körper. Stresshormone werden abgebaut, die Durchblutung gefördert und die Muskulatur entspannt. Neben diesen allgemein bekannten Wirkungsweisen gibt es außerdem zahlreiche weitere, die wir hier im Überblick vorstellen möchten. Zusammengenommen machen sie die Massagebehandlung zu einem echten „Allround-Talent“, das gleich mehrere Zwecke auf einmal erfüllt und deshalb auch nicht umsonst in verschiedensten Bereichen zur Anwendung kommt. In der Physiotherapie beispielsweise macht man sich die heilsame Wirkung der klassischen Massage zu nutze, wobei hier immer häufiger auch andere Massageformen Einzug finden. Im Profisport geht nichts ohne die wohltuenden Hände eines erfahrenen Massagetherapeuten bzw. einer erfahrenen – Therapeutin. Und schließlich kommen Massagen auch im Wellnessbereich zum Einsatz, wo sie in erster Linie das Wohlbefinden steigern und für Entspannung oder neue Energie sorgen sollen.

VON ANXIOLYTISCHEN EFFEKTEN BIS ZELLSTOFFWECHSEL: EFFEKTE IM ÜBERBLICK

Die positiven Wirkungen von Massagen auf Körper, Seele und Geist sind also hinlänglich bekannt. Zumindest in der Praxis – denn die wohltuenden Effekte einer professionell ausgeführten Behandlung kann jeder ganz leicht an sich selbst beobachten. Von der genauen Wirkungsweise aber wissen nur die wenigsten Menschen Bescheid. Wie genau funktionieren eigentlich Blutdrucksenkung und Muskelentspannung? Was passiert bei der Massagebehandlung, und welche Techniken eignen sich am besten für den jeweils gewünschten Effekt? Antworten auf diese Fragen liefern wir an dieser Stelle – von A wie anxiolytische Effekte bis Z wie Zellstoffwechsel. Dabei widmen wir jeder Wirkungsweise ein eigenes Kapitel, das jeweils mit der nötigen Ausführlichkeit, aber stets gut verständlich über alle wichtigen Zusammenhänge informiert. So erklären wir nicht nur, wie die jeweiligen Anwendungen zum Beispiel das vegetative Nervensystem beeinflussen, Haut und Bindegewebe entlasten, Verklebungen lösen und Schmerzen lindern können, sondern bieten auch einen spannenden Einstieg in die Welt der Massagen. Eine ideale Lektüre also für jeden, der gern ein bisschen genauer Bescheid wissen möchte, was während der Behandlung überhaupt passiert und wieso man sich nach der Massage so wunderbar erholt und entspannt fühlt. Selbstverständlich dürfen auch wissenswerte Infos rund um die passende Massagetechnik nicht fehlen. Was versteht man zum Beispiel unter einer Effleurage? Und welche Massage eignet sich am besten zur psychischen Entspannung? Fragen, die wir gern im Folgenden erläutern möchten. Dabei kann und will unsere Artikelseite selbstverständlich keinen ärztlichen Rat ersetzen. Ebenso wenig kann eine einzelne Massage eine fundierte Behandlung ersetzen – die Kompetenz des jeweiligen Massagetherapeuten bzw. der Massagetherapeutin spielt für den Behandlungserfolg ebenso eine Rolle wie die Einbettung in ein passendes Behandlungskonzept. Zudem sind nicht selten mehrere Massagen oder gar regelmäßige Behandlungen nötig, um den gewünschten Effekt zu erzielen. In jedem Fall aber tun Massagen einfach gut und eignen sich in jedem Fall als präventive Maßnahme für eine gesunde und zufriedene Lebensweise. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

PSYCHISCHE ENTSPANNUNG

„Hmmm, tut das gut...“ - so oder ähnlich werden wohl die meisten Menschen beim Genuss einer Massage schon einmal gedacht haben. Gekonnte Handgriffe mit sanften Streichungen oder kräftigem Kneten schütteln alle Sorgen ab und lassen den Alltag mit all seinen Anforderungen für eine Weile in den Hintergrund treten. Irgendwann sind die Gedanken völlig entspannt – ein herrlicher Zustand, der nicht umsonst ein wenig an Meditation erinnert. Selbst Menschen, die sonst eher schwer zur Ruhe kommen, finden mit der Hilfe eines echten Massage-Profis in kürzester Zeit wieder zu sich selbst. Man muss also kein Experte sein, um die psychische Wirkung von Massagen am eigenen Leib erleben zu können. Wieso die kleinen Wellnesseinheiten so gut tun, wie genau eine Massage auf unser Wohlbefinden einwirkt und welche Massage-Treatments besonders geeignet sind für eine kleine Auszeit vom Alltag, das verraten wir hier im Überblick.

DIE WECHSELWIRKUNG VON KÖRPER, SEELE UND GEIST

Um zu verstehen, wie Massagen auf die menschliche Psyche wirken können, muss man zunächst einige Grundlagen erklären. Denn während Haut und Muskeln mit gekonnten Massagegriffen direkt oder indirekt und unmittelbar spürbar stimuliert werden können, lässt sich „die Seele“ nicht so ohne weiteres direkt berühren. Auch hier kommt es also auf das Wechselspiel zwischen Körper, Seele und Geist an, die von vielen Menschen ohnehin als untrennbar miteinander verbundene Einheit vorgestellt werden. Ganz grob zusammengefasst könnte das bedeuten: Was den Körper entspannt, das tut auch dem allgemeinen Wohlbefinden gut. Angespannte, dauerhaft verhärtete Muskelpartien beispielsweise verursachen Schmerzen, schränken die Bewegungsmöglichkeiten ein und beeinflussen somit unmittelbar auch die Stimmung eines Menschen. Werden diese Muskeln mit einer gekonnten Massage ganz gezielt wieder gelockert, so lösen sich neben den körperlichen nicht selten auch seelische Blockaden. Man kann es auch weniger spirituell ausdrücken: Ein Mensch fühlt sich einfach gut, wenn er sich in seinem Körper wohlfühlt – und umgekehrt! Schmerzen, Verspannungen und viele weitere „Zipperlein“ lassen sich häufig schon mit einer passenden Massage deutlich lindern. Durch die unmittelbar physische bzw. körperliche Wirkung der Behandlung steigt die individuelle Lebensqualität und somit auch das seelische Wohlbefinden. Und noch ein Beispiel verdeutlicht die indirekte Einflussnahme einer Massage auf die menschliche Psyche: Die Haut ist unser größtes Organ. Jeder einzelne Quadratzentimeter ist mit etlichen Sinneszellen versehen – Zellen also, die Eindrücke wie Druck oder Wärme direkt über unser Nervensystem weiterleiten. Jede einzelne Berührung, die zunächst unseren Körper betrifft, wird also aufgenommen und verarbeitet. In dem Verarbeitungsprozess nehmen wir die verschiedenen Massagereize dann im Idealfall positiv wahr – und fühlen uns gleich unmittelbar besser. Voraussetzung hierfür ist selbstverständlich ein/e sensible/r Massagetherapeut/in, die oder der sehr genau beobachten, was ihren Klienten gut tut oder gleich im Vorgespräch zum Beispiel abklären, wie fest der Druck sein darf oder welches Massageöl für die Behandlung am besten geeignet ist.

DUFTENDE ÖLE UND HEISSE STEINE: WOHLTUENDE ENTSPANNUNGSMASSAGEN

Wie oben beschrieben, so gibt es also einen wechselseitigen Zusammenhang zwischen körperlichen und psychischen Empfindungen. Neben klassischen Massagen werden heute aber auch ganz spezifische Entspannungsmassagen angeboten, die in erster Linie das individuelle Wohlbefinden steigern sollen und meist sehr sanft ausgeführt werden. Neben der Massage selbst spielt dabei übrigens auch die Umgebung eine wichtige Rolle: Beruhigende Musik, beispielsweise mit Meeresrauschen oder Urwald-Klängen, und eine behagliche Einrichtung schaffen erst die richtige Atmosphäre für eine rundum entspannende Behandlung. Mindestens ebenso wichtig ist natürlich die Wahl einer passenden Massage: Eine Aromaölmassage beispielsweise wird mit traumhaft duftendem Öl ausgeführt, das je nach Wunsch mal stimulierend und anregend (zum Beispiel Zitrusfrüchte, Zitronengras), mal beruhigend oder verwöhnend (Lavendel, Rose, Ylang-Ylang und viele weitere) wirken kann. Die Aromaöle verstärken die gewünschte seelische Wirkung der Massage also nochmals. Ebenfalls hoch im Kurs stehen Treatments wie die Hot-Stone Massage mit erwärmten Lavasteinen und ebenfalls warmen Öl oder die Hot-Chocolate-Behandlung mit leckerem Schoko-Duft. Hier ist es wiederum der Mix aus verschiedenen Reizen (Berührung, Wärme, Duft), der alle Sinne anspricht und somit auch das Wohlbefinden verbessern kann.

GEZIELTE UNTERSTÜTZUNG DURCH GANZHEITLICHE MASSAGEN

Neben physiotherapeutischen Massagen und Wellnessmassagen erfreuen sich auch die sogenannten ganzheitlichen Massagetechniken wachsender Beliebtheit. Unter dem Begriff der Ganzheitlichkeit werden verschiedenste Methoden zusammengefasst, die allesamt von einer Einheit aus Körper, Seele und Geist ausgehen. Einige dieser Massagetechniken entspringen uralten Heilslehren, beispielsweise dem indischen Ayurveda. Allein in diesem Bereich finden sich etliche Massage-Varianten, von der jede einzelne ihren ganz eigenen Effekt auf Körper und auch Seele haben soll. Auch die Traditionelle Thai Massage mit ihren verwandten Methoden oder beispielsweise die japanische Shiatsu-Massage sollen neben der körperlichen vor allem auch eine psychische Wirkung auf den Behandelten ausüben. Ziel einer solchen Massagebehandlung ist stets, seelische Ungleichgewichte auszugleichen und somit wieder zu innerer Balance zu finden. Je nach zugehörigem Weltbild kann dies durch ganz unterschiedliche Methoden erfolgen, wobei ganzheitlich orientierte Menschen sogar davon ausgehen, dass Massagen eine emotionale Wirkung haben und so beispielsweise belastende Gefühle auflösen können. Doch selbst wer nicht an eine solch tiefgreifende Wirkung glaubt, der kann trotzdem von den angebotenen Massagen profitieren: Entspannung und ein verbessertes Wohlbefinden sind schließlich fast immer die willkommenen „Nebenwirkungen“ einer jeden guten Massage...

ENTSPANNUNG DER MUSKULATUR

Rückenschmerzen, verspannter Nacken, eingeschränkte Bewegung und steife Gelenke: Viele Menschen klagen über Schmerzen und Beschwerden, die in erster Linie mit einer Verspannung und Verhärtung der Muskulatur zusammenhängen. Die Gründe für derlei Beschwerden sind vielfältig. Sehr häufig spielt auch der individuelle Lebensstil eine Rolle: In der heutigen Berufswelt werden viele Tätigkeiten in erster Linie im Sitzen oder auch Stehen durchgeführt. Wer ständig am Bürotisch sitzt, der fordert seine Muskulatur zu wenig und nimmt oft zusätzlich eine äußerst ungesunde Haltung ein. Neben dem Berufsleben aber hat sich auch der Alltag gehörig verändert: Mussten früher lange Strecken zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt werden, so ist heute nahezu alles per Auto, Bus oder U-Bahn erreichbar. Bewegung, die früher ganz normal war und gar nicht als „Work-Out“ wahrgenommen wurde, fällt heute unter den Tisch – und muss mühsam zum Beispiel im Fitness-Studio oder im Sportkurs „nachgeholt“ werden.

Bewegungsmangel und ungünstige Haltungen, beispielsweise langes Sitzen vor dem Computerbildschirm, zollen also ihren körperlichen Tribut. Darüber hinaus sorgen mitunter aber auch psychische Belastungen für körperliche Verspannungen. Um dies zu verdeutlichen, kann man sich folgendes Beispiel vorstellen: Erschrecken wir uns, so fährt uns der Schreck sprichwörtlich und auch tatsächlich „in alle Glieder“. Die Angstsituation führt also dazu, dass unsere Muskeln verkrampfen und uns für kurze Zeit bewegungsunfähig machen. Eine ganz ähnliche Wirkung zeigt Dauerstress auf den menschlichen Körper. Ganz egal, ob im beruflichen oder privaten Bereich – wer ständig unter Anspannung steht, der wird diese Anspannung über kurz oder lang auch körperlich spüren. Neben Bewegungsmangel und psychischen Belastungen gibt es selbstverständlich auch verschiedene Krankheitsbilder, die mit einer Muskelverhärtung einhergehen. Abhilfe schaffen kann man sich durch verschiedene Methoden. Welche die geeignete ist, das sollte man am besten mit einem Arzt und idealer Weise zusätzlich einem Physiotherapeuten besprechen. Spezielle Entspannungsübungen, autogenes Training oder auch klassische Krankengymnastik / Bewegungstherapie können helfen, die Muskulatur aufzubauen und somit langfristig zu stärken. Darüber hinaus sind aber auch Massagen eine tolle Methode zur Entspannung verkrampfter und verhärteter Muskelpartien. Sie können allein oder, gerade bei chronischen Beschwerden sinnvoll, in Kombination mit anderen Verfahren durchgeführt werden. Wie die Entspannung funktioniert und welche Massagen sich besonders hierzu eignen, zeigen wir hier im Überblick.

KLASSISCHE SPORTMASSAGE UND SCHWEDISCHE MASSAGE

Eine beliebte Methode zur Lockerung verkrampfter Muskelpartien gilt die Schwedische Massage. Sie wird nicht umsonst auch als Sportmassage bezeichnet: Viele Profis schwören darauf, sich ihre Muskeln mit einer passenden Massage bearbeiten zu lassen. Dabei können sowohl einzelne Partien ganz gezielt massiert (Teilkörpermassage) oder aber alle Körperpartien gleichermaßen behandelt werden (Ganzkörpermassage). Die Basis der klassischen Massage besteht aus fünf verschiedenen Griffen, die unterschiedlich miteinander kombiniert werden können. Insbesondere drei dieser Handgriffe haben eine unmittelbare Wirkung auf die Muskulatur: Beim kräftigen Kneten und Walken werden die verspannten Muskeln direkt per Hand bearbeitet. Durch das ständige Hin- und Herbewegen zwischen den Händen des Massagetherapeuten können Verspannungen gelöst und die Durchblutung in diesem Bereich deutlich verbessert werden. Um den Spannungszustand eines bestimmten Muskels ganz gezielt zu beeinflussen, klopft der Massagetherapeut mit kurzen, aber kräftigen Bewegungen auf die betroffene Partie. Dieser Handgriff ist auch als Tapotement bekannt. Besonders effektiv, bei starken Verspannungen aber durchaus schmerzhaft ist das Reiben der betroffenen Muskelpartien. Hierbei wird der Muskel mit gekonnten Bewegungen kräftig gerieben, was Verhärtungen lockert und somit die gewünschte Entspannung bringen kann. Insbesondere bei sehr starken Verspannungen sollte der Muskel entsprechend auf die Behandlung vorbereitet werden, beispielsweise durch allgemeine Lockerungsübungen oder durch den als Effleurage bekannten Massagegriff, bei dem Haut und Muskulatur gestrichen und aufgewärmt werden.

WEITERE MASSAGEFORMEN

Neben der Möglichkeit, die Muskeln durch direkte Bearbeitung zu entspannen, gibt es verschiedene Methoden zur indirekten Behandlung von Verhärtungen und Verspannungen des Muskelapparats. Hierbei machen sich Massageprofis die sogenannte reflektorische Wirkung von Massagen zu nutze; also die Tatsache, dass eine Behandlung bestimmter Körperpartien sich indirekt auch auf andere Partien auswirken kann. Speziell zur Behandlung verkrampfter Muskelpartien sind zum Beispiel Techniken wie die Schröpfmassage oder die Traditionelle Thai-Massage, auch Nuad genannt, beliebt. Bei der Schröpfmassage werden Saugglocken mit einem bewusst erzeugten Unterdruck auf die betroffenen Körperpartien gesetzt, was gerade bei stark verspannter Muskulatur schmerzhaft sein kann. Auch die Thai Massage wird in der Regel sehr kräftig und mit teils schmerzhaften Griffen ausgeführt, soll aber wie Schröpfmassage und klassische Massage eine deutliche Linderung von Verspannungen bewirken. Wichtig: Starke Schmerzen sollte keine Massagebehandlung auslösen! Gerade bei chronischer Muskelverhärtung kann ein allzu rabiates Vorgehen zu Verletzungen führen. Deshalb muss die Intensität stets angemessen sein und zwischen einem erfahrenen Masseur bzw. einer erfahrenen Masseurin und Klient/in individuell abgestimmt werden.

 

Foto © Dimitrije Paunovic - Fotolia.com

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