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Lösen von Verklebungen und Narben - Wirkungsweisen von Massagen

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Lösen von Verklebungen und Narben - Wirkungsweisen von Massagen

So eine Massage kann schon eine ganze Menge: Verspannte Muskeln werden mit der richtigen Knettechnik herrlich locker, und auch die psychische Entspannung stellt sich hier meist von ganz allein ein. Neben diesen allgemein bekannten Wirkungsweisen gibt es jedoch noch eine ganze Reihe weiterer Effekte, die meist eher in den Hintergrund treten. Oder wussten Sie, dass viele Massagetherapeuten ihre Behandlungen auch speziell zum Lösen von Verklebungen und Narben anbieten? Wie das funktioniert und was man bei der Narbenbehandlung per Massage unbedingt beachten sollte, erklären wir hier im Überblick. Selbstverständlich gilt wie bei allen Behandlungen: Frische Wunden bitte niemals behandeln – und bei größeren Narben beispielsweise durch eine OP sollte ebenfalls zunächst der jeweilige Arzt um Rat gefragt werden. Vorsicht ist auch hier in jedem Fall besser als Nachsicht.

So funktioniert´s: Wie Massagen Narben und Verklebungen lösen helfen

Der Definition nach bezeichnen Narben ein sogenanntes Ersatzgewebe, welches im Zuge der natürlichen Wundheilung an Stelle des ursprünglich vorhandenen, verletzten Hautgewebes tritt. Dieses Ersatzgewebe ist dem ursprünglichen Hautgewebe jedoch meist deutlich unterlegen. So fehlen hier wichtige Bestandteile wie beispielsweise Talgdrüsen, gleichzeitig sind die stützenden Kollagenfasern des Bindegewebes zerstört und bei der Narbe nur teilweise wieder aufgebaut. So fest und stabil wie gesundes Hautgewebe kann das entstandene Narbengewebe also nicht sein. Trotzdem oder gerade deshalb kann es sinnvoll sein, die Haut auf dem Weg ihrer Wundheilung optimal zu unterstützen. So können die entstehenden Narben deutlich abgemildert werden, was sowohl funktional wie auch ästhetisch wünschenswert ist. Auch möglichen Verklebungen des Gewebes kann so vorgebeugt werden.

Eine wirkungsvolle Methode zur präventiven wie auch nachträglichen Narbenbehandlung stellt die Massage dar. Durch gekonnte Handgriffe, insbesondere Streichungen und kreisende Bewegungen kann das Gewebe rund um die entstandene Narbe so gelockert werden, was Verklebungen verhindern hilft. Gleichzeitig aktivieren regelmäßige Massageeinheiten die Durchblutung, was wiederum für eine optimale Heilung der verletzten Haut sorgt. Auch bei bereits vorhandenem Narbengewebe sind diese Effekte enorm wertvoll. Ganz nebenbei kann die Massage dem Zellstoffwechsel auf die Sprünge helfen, der in Folge dessen stimuliert wird und fortan alte durch neue Hautzellen ersetzen kann. Dieser Prozess spielt insbesondere bei der Wundheilung eine enorm wichtige Rolle.

Unabhängig von der gewählten Massagetechnik gilt jedoch die goldene Regel: Regelmäßigkeit ist Trumpf! Die Heilung von verletztem Hautgewebe ist eine hochkomplizierte Angelegenheit, die viele verschiedene Prozesse umfasst. Wer einer verstärkten Narbenbildung optimal vorbeugen möchte, der sollte das betroffene Gewebe deshalb nicht nur regelmäßig, sondern auch über einen entsprechend längeren Zeitraum massieren bzw. massieren lassen.

Besonders wirkungsvolle Techniken

Eine reine „Narbenmassage“ wird man so wohl nur selten im Angebot professioneller Massage- bzw. auch Physiotherapeuten finden. Ausgebildete Experten können auf Wunsch jedoch die meisten Massagetechniken entsprechend angleichen. Gerade die klassische oder Schwedische Massage hält jede Menge an Handgriffen und Streichungen bereit, die auch zur Bearbeitung von Narbengewebe geeignet sind. Darüber hinaus kann auch zum Beispiel eine klassische Bindegewebsmassage eine gute Wahl sein. Wichtig ist, dass die Massage gerade kräftig genug ausgeführt wird, um den gewünschten Effekt zu bringen – ohne dabei jedoch zu fest oder gar schmerzhaft für den Behandelten zu sein. Gerade bei frischem Narbengewebe ist hier äußerstes Fingerspitzengefühl gefragt. Eine sorgfältige Absprache zwischen Masseur/-in und Behandeltem ist deshalb gerade bei der Narbenmassage obligatorisch.

Als grundsätzlich weniger effektiv gelten reine Wellnessmassagen, die herrlich entspannen, aber nicht unbedingt zur Behandlung von Narben und Verklebungen geeignet sind. Weil hier die Erholung im Vordergrund steht, werden diese Methoden meist sehr sanft ausgeführt. Auch die Handgriffe unterscheiden sich deutlich von eher gesundheitlich bzw. medizinisch orientierten Massagetypen. Wer trotzdem nicht auf seine geliebte Verwöhneinheit verzichten und dabei gleichzeitig vorhandene Narben massieren lassen möchte, der kann auch um eine Kombination aus verschiedenen Techniken bitten. Erfahrene und ausgebildete Massage-Experten bieten ihren Kunden auf Wunsch gern auch individuell abgewandelte Behandlungsformen an. Sinnvoll ist außerdem eine Kombination aus Massage und speziellen Ölen bzw. Gelen zur Förderung der Wundheilung, siehe auch den folgenden Abschnitt zur Selbstmassage.

Was man selbst tun kann: Die Massage zur Narbenbehandlung

Vorhandene Narben zu behandeln, kann eine ganz schön langwierige Angelegenheit sein. Die zudem auch bei regelmäßigem Genuss einer professionellen Massage nicht immer den gewünschten Erfolg bringt – hier spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle, die vorab nicht unbedingt vorhersehbar sind. Deshalb empfehlen Experten, vorhandene Narben so früh wie möglich zu behandeln. Hierdurch kann die Heilung der Haut oftmals noch aktiv positiv beeinflusst werden. Im Idealfall sehen die Narben dann später deutlich unauffälliger als ohne entsprechende Behandlung.

Eine wirkungsvolle Narbenmassage muss nicht unbedingt vom Profi durchgeführt werden. Zwischendurch kann man auch selbst tätig werden – und Narben, die beispielsweise durch kleinere Verletzungen, durch Hauterkrankungen wie Akne, aber auch durch Schwangerschaft oder Gewichtsschwankungen (Dehnungsstreifen) entstanden sind, regelmäßig schön pflegen. Hierzu genügt es, sich einige Handgriffe klassischer Massagen abzuschauen und zusätzlich ein geeignetes Pflegeprodukt auszuwählen. Geeignet sind hier zum Beispiel Baby-Öl, aber auch spezielle Narbengele aus der Apotheke (Achtung:Dosierung und Anwendungshinweise unbedingt beachten!). Auch Narbenöle bzw. Narbensalben sind in Drogerien und Apotheken erhältlich. Je nach Produkt sind hier verschiedene Wirkstoffe enthalten, die das Hautgewebe geschmeidig halten und einer Narbenbildung so vorbeugen bzw. diese positiv beeinflussen können. Wie die Massage selbst, so sollte auch die Anwendung des gewählten Produkts regelmäßig durchgeführt werden. Zur Einarbeitung in die Haut hat sich folgende Technik bewährt: Zunächst werden die vorhandenen Narben weiträumig umkreist, so dass das Gewebe rundherum gelockert werden kann. Erst danach begibt man sich an die eigentliche Narbenmassage. Geeignet sind hier zum Beispiel schnellere Streichungen, bei denen die Narbe sanft, aber effektiv bearbeitet wird. Grundsätzlich gilt dabei natürlich dasselbe wie für jede andere Form der Massage: Bei frischen Wunden sollte niemals massiert werden, bei Zweifeln und Fragen ist ein entsprechender Facharzt der richtige Ansprechpartner. Ein Experte für Ästhetische Dermatologie beispielsweise kann auch weiterhelfen, wenn die Narbenmassage nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. In diesem Fall ist eine medizinische Behandlung zum Beispiel per Ultraschall oder Laser möglicher Weise die bessere Wahl.

 

Foto © Dimitrije Paunovic - Fotolia.com

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