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Schmerzlinderung - Wirkungsweisen von Massagen

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Schmerzlinderung

Für Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, können ausgewählte Massagen eine wahre Wohltat sein. Nicht umsonst kommt diese seit Jahrtausenden bekannte, traditionelle Behandlungsmethode heute auch beispielsweise in der Rehabilitation, in Kliniken sowie in Praxen für Physiotherapie zum Einsatz. Welche Massagetechnik am besten geeignet ist, hängt dabei unter anderem auch von der Schmerzursache ab. So sind Rücken- oder Nackenschmerzen, die gern auch als „Volkskrankheit Nummer Eins“ bezeichnet werden, häufig auf einen Mangel an Bewegung und hiermit einhergehende, oft chronische Muskelverspannungen zurückzuführen. Regelmäßige Massagen können helfen, die Muskulatur zu lockern und die Schmerzzustände somit zu lindern. Besonders geeignet hierfür sind kräftigere Massagetechniken wie die klassische Sportmassage oder die Schwedische Massage, bei der Muskulatur und Bindegewebe mittels spezieller Handgriffe professionell bearbeitet werden. Auch Methoden wie die Manuelle Therapie oder die Schröpfkopfmassage werden ganz gezielt zur Entspannung der Muskulatur und somit zur Linderung von Schmerzzuständen genutzt. Neben Massagen mit direkter Einwirkung auf Verspannungszustände gibt es übrigens auch eine ganze Reihe von Massagen, die reflektorisch, also indirekt durch Bearbeitung spezieller Massagepunkte oder – Zonen, auf den schmerzhaften Bereich einwirken. Wichtig: Bei einem akuten Bandscheibenvorfall beispielsweise sind Massagen oftmals kontraindiziert. Eine ärztliche Abklärung der Schmerzursache ist daher unbedingt notwendig – nicht zuletzt, um diese entsprechend medizinisch behandeln zu können. Nicht selten verordnen Ärzte dabei eine Therapie, die neben beispielsweise Krankengymnastik oder medikamentöser Behandlung zum Beispiel auch Massagen beinhaltet.

KRÄFTIGE GRIFFE GEGEN SCHMERZEN: DIE TRADITIONELLE THAI MASSAGE

Dabei können Massagen auch durchaus paradoxe Effekte auslösen: Die Traditionelle Thaimassage beispielsweise ist bekannt für ihre kräftigen Griffe, die kurzfristig sogar schmerzhaft sein können. Selbstverständlich muss hier jeder für sich entscheiden, wie sanft oder kraftvoll die eigene Massagebehandlung durchgeführt werden soll – und dies auch direkt seinem Behandler bzw. seiner Behandlerin mitteilen. Unabhängig davon aber kann der ausgelöste Schmerz, der im ersten Moment in jedem Fall als unangenehm empfunden wird, gleichzeitig auch eine schmerzlindernde Wirkung erzielen. Verantwortlich hierfür ist ein komplexer physiologischer Vorgang, der in wenigen Worten so zusammengefasst werden kann: Gerade bei akutem Schmerzsignal reagiert der Körper nahezu sofort – und schüttet schmerzstillende Hormone aus. Diese Hormone aber können nicht nur die Empfindung des akuten Schmerzsignals, sondern mitunter auch die vorhandenen chronischen Schmerzen lindern helfen. Nicht umsonst gönnen sich beispielsweise Feldarbeiter, aber auch Angestellte und Polizisten in Thailand nahezu täglich ihre geliebte Massage – die für viele Europäer zwar auf den ersten Blick ungewöhnlich kräftig wirkt, aber bei professioneller Durchführung enorm wohltuend sein kann.

AUCH PSYCHISCHE ENTSPANNUNG MILDERT SCHMERZEN

Die Schmerztherapie ist eine relativ junge Richtung der modernen Medizin. Hier beschäftigt man sich zum Beispiel mit der Wechselwirkung von Körper und Psyche, ausgehend von der Frage, inwiefern das eigene Befinden die Wahrnehmung von Schmerzen beeinflussen kann. Dabei ist es für Schmerztherapeuten längst kein Geheimnis mehr, dass die Schmerzverarbeitung in jedem Falle stark vom individuellen Wohlbefinden abhängt. Denn fühlen wir uns allgemein schlecht, dann nehmen wir auch unangenehme Signale wie Schmerzen stärker und belastender wahr – und umgekehrt. Hieraus hat die moderne Schmerztherapie verschiedene Behandlungsansätze entwickelt, die Betroffene zwar nicht immer völlig schmerzfrei machen, sie aber doch auf dem Weg zu individuellem Wohlbefinden trotz Schmerzen unterstützen können. Wer sich diesen Zusammenhang klar macht, der versteht auch, wieso Massagen ein so wirksames Mittel gegen Schmerzen darstellen. Denn neben der oben bereits ausführlich beschriebenen körperlichen Wirkung – also Entspannung der Muskulatur, Ausschüttung von Hormonen – kann eine Massage auch das psychische Befinden positiv beeinflussen. Dies können sich auch Menschen mit chronischen Schmerzen zu Nutze machen und eine Behandlung wählen, die einfach rundum entspannt. Wer für einen Moment abschalten, Sorgen und Stress hinter sich lassen kann, der vergisst häufig auch die (chronischen) Schmerzen. Langfristig betrachtet können regelmäßige Entspannungsmassagen also durchaus zu einer individuell empfundenen Schmerzlinderung beitragen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man beispielsweise eine Aromaöl-Massage, eine Ayurveda-Behandlung oder eine Wellness-Massage mit heißen Steinen (Hot Stone) bevorzugt: Erlaubt ist, was gefällt und was dem eigenen Befinden gut tut!

 

Foto © Dimitrije Paunovic - Fotolia.com

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